Was ist eigentlich Digital Signage (DS)?

An der Schnittstelle zwischen IT, AV, Design und Marketing ist mit rasendem Tempo eine neue Branche am entstehen. Wie bei allem neuen, sind noch wenig Standards etabliert, mit Begriffen wird wild jongliert und jeder macht auch noch ein bisschen DS.

screenIMAGE ist seit 2003 in diesem Geschäft tätig, taufte damals mangels anerkanntem Sammelbegriff diese Gattung „EBIS“ für Electronic Building Information System und ist heute als Full-Service Provider für Digital Signage kompetent, um Ihnen im Folgenden eine klare Definition von Digital Signage zu geben.

Definition:

Digital Signage (dt: Digitale Signaletik oder Beschilderung) bezeichnet vernetzte visuelle Informationssysteme, deren Inhalte zentral gesteuert werden können.

Abgrenzungen:

In der Regel handelt es sich bei DS-Systemen um mehrere Ausgabegeräte (Bildschirme) mit unterschiedlichen Informationszwecken (Mitteilungen, Informationen, Werbungen).

Komplexe Systeme verfügen über weitere Funktionen wie Touchscreen, Anbindung an externe Quellen (Fahrpläne, Reservierungslisten, ERP-Daten, etc.), Ticketingsysteme oder automatische Datenlieferungen (Wetter, Nachrichten, Börstenticker, etc.).

Ein DS-System kann aber durchaus nur aus einem einzigen Ausgabegerät (bspw. am Empfang) bestehen, sofern dieses über eine Steuerungssoftware bedient werden kann.

Kein DS-System ist das blosse Anzeigen von bewegten Bildern, die manuell oder über einen Datenträger aktualisiert werden. Viele Bezeichnungen von Hardwareherstellern, Ausstellungstechnikern oder AV-Integratoren sind daher irreführend.

Komponenten:

Der sichtbare Teil eines DS-Systems sind die Ausgabegeräte, heute grossmehrheitlich LCD-Bildschirme in allen Grössen. Aber auch andere Geräte wie Plasmabildschirme, Projektoren (oft in Verbindung mit Projektionsscheiben) oder LED-Wände werden eingesetzt.

Im Normalfall wird jedes Anzeigegerät durch einen Player-PC verwaltet, welcher von Vorteil per TCP/IP- mit einem zentralen Server verbunden und unsichtbar hinter dem Screen montiert ist.

Das eigentliche Herzstück dieser Systeme sind spezialisierte DS-Steuerungssoftwares (auf Playern und Servern), welche eine möglichst rationelle Distribution der Inhalte sowie deren Verwaltung und Erstellung ermöglicht.

Neben diesem technischen Teil ist genauso entscheidend, welche Contents in welcher Qualität letztendlich zur Anzeige gelangen. Dafür werden oft mit Spezialisten entsprechende Design-Konzepte entwickelt. Es ist abzusehen, dass sich hier eine neue Berufsgattung als „Bildschirmdesigner“ entwickelt.

Einsatzbereiche:

Grundsätzlich lassen sich interne oder externe Anwendungen unterscheiden.

Als intern werden Unternehmenskommunikations-, Besucherleit- oder Corporate-TV-Systeme bezeichnet.

Extern sind bspw. Fahrgastsysteme, urbane Signaletikprojekte und digitale Werbesysteme (in der Schweiz bekannt unter dem Begriff „Adscreen“) zu nennen.

Besucherleitsysteme. Eine klassische Anwendung von DS. Ein Kongresshotel möchte seine Sitzungszimmer per Bildschirm beschriften und die Reservierungen verwalten. Die Gäste sollen schon am Empfang begrüsst und geleitet werden. Diese Systeme sind z.B auch auf verschiedene Stockwerke erweiterbar, indem an allen neuralgischen Punkten digitale „immer aktuelle“ Wegweiser installiert werden.

Unternehmenskommunikation. In der Industrie steht noch lange nicht jedem Mitarbeiter ein Terminal mit dem Intranet zur Verfügung. Eine DS-Lösung in der Produktion kann eine hervorragende Antwort sein. Oder aber ein Call-Center wird durch DS in der täglichen Arbeit unterstützt, indem offene Calls, oder andere entscheidende Informationen zentral über DS kommuniziert werden.

Corporate TV. Ist eine Fortsetzung der Unternehmenskommunikation. Nachweisbar kann ein gut umgesetztes Corporate TV eine positive Änderung der Firmenkultur bewirken.

Adscreen-Systeme nutzen die DS-Infrastruktur um am Point of Sales (POS) oder Point of Information (POI) wie Einkaufscenter, frequenzstarken Standorten (Bahnhöfe, Flughäfen) einen Werbekanal zu etablieren. Oftmals unterscheiden sich solche Projekte von den übrigen DS-Konzepten, in dem eine Finanzierung über Fremdwerbung angestrebt wird und entsprechende Konglomerate von Standortgebern, DS-Betreibern und Vermarktungsagenturen am Markt auftreten.

Fahrgastsysteme. Den Gast im Nah- oder Fernverkehr, auf Schienen oder Strasse zu informieren und zu bewerben wird für Transportunternehmen immer aktueller. Fahrgastsysteme mit DS kommen folgerichtig in Bussen, Zügen oder auch Gondelbahnen immer häufiger zum Einsatz.

Besonderes Augenmerk gilt es auf die technischen und sozialen Aspekte zu legen. Im Vordergrund stehen Fragen wie: Was für Sicherheiten gibt es bzgl Vandalismus? Oder: Wie aktualisieren sich Systeme in einer Fahrgastzelle?

Signaletik-Projekte sind eine noch relativ neue Sparte im DS. Hier geht es im öffentlichen Raum um die Ergänzung von bestehenden statischen Signaletikkonzepten durch DS. (Bspw. Passantenleitsystem in einer Fussgängerzone mit Stelen und Screens). In diesem Bereich sind Überschneidungen mit der bestehenden Branche Signaletik besonders gut zu beobachten.

screenIMAGE Systems AG – 2010

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